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Allianz deutscher Designer (AGD) e. V.

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Pressemitteilungen vom 23.8.2007

Spreadshirt-Wettbewerb: Hey, dabei sein, aah, ist doch nicht alles

Zum Spreadshirt-"Open Logo Project" meint Boris Buchholz, Pressesprecher der Allianz deutscher Designer (AGD):

"Aus der Sicht hauptberuflicher Designerinnen und Designer birgt das Open Logo Project von Spreadshirt eine Reihe von Ärgernissen.

Die Wettbewerbsbedingungen sind butterweich. Die TeilnehmerInnen wissen im Grunde nicht, worauf sie sich einlassen. Wer entscheidet über den oder die Gewinner? Die Expertenjury, die anderen Teilnehmer, die 'Community'? Es werden zum einen Wochengewinner ermittelt, zum anderen fügen die Veranstalter anscheinend nach gusto 'Wildcards' in den Auswahlprozess ein. In den 'Spielregeln' zum Wettbewerb behält sich die Leipziger Firma 'jedwedes Recht' vor, den Wettbewerb zu verlängern oder zu verändern. Und sie behält sich auch das Recht vor, den Gewinner eigenhändig bestimmen zu dürfen. Ein unsicheres Spiel für jeden, der dabei mit macht.

Ein weiteres Ärgernis ist der Umgang mit den Rechten der Urheber. Zwar betonen die Wettbewerb-Auslober, dass die Rechte an den Entwürfen bei den Urhebern verblieben – aber nur solange bis die Firma Spreadshirt Lust bekommt, die Entwürfe bei 'Presse- oder Vermarktungsaktivitäten darzustellen'. Uneingeschränkt gehen die Nutzungsrechte sowieso an Spreadshirt über, sobald ein Designer einen Preis gewonnen hat.

Die Preise sind ein drittes großes Ärgernis: Für ein international agierendes Unternehmen wie die sprd.net AG ist ein gut funktionierendes Firmensignet sehr viel wert. Entsprechend hoch sind auch die Firmen-Vorgaben für das Signet: Es soll unter anderem international funktionieren und die Betrachter aus Freude 'zum Weinen bringen'. Zum Weinen müsste auch dem Preisträger zumute sein, wenn er mit einem Macbook und 3000 Euro in bar oder einem Wacom-Grafik-Tablett sowie 1000 Euro bar auf die Kralle abgespeist wird.

Dass sich das innovative Unternehmen Spreadshirt mit einem solchen Wettbewerb 'schmückt', ist peinlich. Aufsichtsratsvorsitzender Rezzo Schlauch sollte seinen Einfluss gelten machen – immerhin will seine Partei, Bündnis 90/Die Grünen, als Verfechterin des Schutzes von geistigem Eigentum ernstgenommen werden.
 
Das Fazit im besten Spreadshirt-Deutsch: Aber hey, dabei sein ist doch nicht alles. Und, aaah, nicht alles, was sich in jugendlichem Slang versucht, ist auch zu deinem Besten."http://www.gruene-bundestag.de/cms/publikationen/dokbin/185/185891.pdf


Mit freundlichem Gruß

Boris Buchholz
Pressesprecher
Allianz deutscher Designer