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22.2.2007 – R9005

Der Designwettbewerb Beck's it spaltet die Designbranche

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Während die einen den Wettbewerb begrüßen, lehnen die anderen ihn kategorisch ab.

Das Brauereiunternehmen Beck's will sich mit einem Wettbewerb günstig Designvorschläge für neue Verpackungsgestaltungen sichern. So der Vorwurf der Designverbände. Der BDG hat dazu seinen Sachverständigen gebeten, sich die Ausschreibung einmal genauer anzusehen. Das Fazit: "Die Wettbewerbsausschreibung ist in ihrer jetzigen Form völlig unzureichend. Skandalös ist die wohl geringe Wertschätzung von Designleistung und Urheberschaft, denn bereits durch die Einreichung sichert sich der Veranstalter über seine Teilnahmebedingungen SÄMTLICHE Rechte an ALLEN eingereichten Arbeiten - unentgeltlich, versteht sich."

Das Forum Typografie, der BDG und der AGD haben jetzt zu einer gemeinsamen Protestaktion aufgerufen. Das PDF erklärt genauer worum es geht und hält eine Seite bereit, auf der jede/jeder Interessierte schreiben/zeichnen/malen/fotografieren - und vor allem Becks mitteilen - darf, was davon zu halten ist. Das Ergebnis sollte als normaler Wettbewerbsbeitrag bis zum 28.2. abgegeben sein, um Beck's den Wunsch nach einer großen Teilnahme zu erfüllen.

So ein Wettbewerb bietet allerdings auch vielen eine Chance. Gerade Auszubildende und Studenten können so zeigen, was sie können. Und mit etwas Glück gewinnen sie einen der Preise und ernten die Anerkennung. Für professionelle Designer sind die Teilnahmebedingungen und die Honorierung dagegen in der Tat ein Witz - sie dürften bei den meisten auch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden.

Insgesamt bleibt aber zu überlegen, ob es nicht viel zu wenige Designwettbewerbe gibt. Es sollte doch außer der harten Arbeit und den realen Projekten auch die Möglichkeit zum Austoben geben - das gilt für Profis wie für den Nachwuchs.

Wir von R9005 plädieren für mehr Designwettbewerbe, aber mit fairen Bedingungen:

  • alle Rechte an den Entwürfen bleiben zunächst beim Designer,
  • attraktive Preise für die Erstplatzierten und
  • bei Verwendung der Entwürfe (auch der Nichtplatzierten) eine gerechte Entlohnung. Im Gegenzug werden die entsprechenden Rechte übertragen.



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