Kooperation EDAD / AGD
Kompetenzen sammeln: Idee für ein „Design für Alle“-Netzwerk
Die Kooperation zwischen dem Europäischen Institut Design für Alle in Deutschland (EDAD) und der Allianz deutscher Designer zeigt erste Früchte: Dr. Peter Neumann, Vorsitzender von EDAD, hat zusammen mit der Handwerkskammer Münster und der dort angesiedelten Akademie Gestaltung die Idee eines „Kreativclusters Design für Alle in NRW“ bei einem Ideenwettbewerb des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen eingebracht. Die AGD fungiert bei diesem Konzept als überregionaler „Design für Alle“ Netzwerk-Partner.
Ziel des Konzepts ist es, ein Kompetenznetzwerk zu „Design für Alle“ aufzubauen. Das Netzwerk soll sowohl Unternehmen und Institutionen als auch Dienstleister und Designer beraten und fördern. In 14 einzelnen Arbeitspaketen werden in einem Zeitraum von Mitte 2008 bis 2011 Fallstudien und „Gute Beispiele“ erarbeitet und publiziert, eine „Design für Alle“-Wanderausstellung, Schulungsmaterial, Broschüren, eine Internetplattform sowie Beratungskonzepte und Bildungsmodule sind geplant.
Wichtigstes Projektziel aber ist es, die einzelnen Experten und Interessierten zu vernetzen – und dieses Netz zu moderieren und wachsen zu lassen. Wachstum ist für „Design für Alle“ nicht alleine aus gesellschaftlichen Gründen der besseren Zugänglichkeit zu Objekten, Diensten und Informationen bedeutsam. Es sei auch, so die Antragsteller, ein stetig wachsendes Marksegment. Denn wer es verstünde, Objekte und Dienstleistungen für Alle zu gestalten, schaffe einen Mehrwert an Komfort und Lebensqualität, der allen zu Gute kommt – und das jeweilige Produkt für einen breiten Nutzerkreis interessant macht.
Eine Jury wird die Einreichungen zum Konzeptwettbewerb Anfang Dezember sichten und bewerten. Insgesamt werden fünf mal 10 000 Euro an Preisgeldern vergeben. Unabhängig von einer Prämierung des Kreativclusters streben die Initiatoren an, im nächsten Frühjahr einen detaillierten Förderantrag zu stellen, der auch eine Finanzierung der Gesamtkosten von circa 650 000 Euro vorsieht. Die AGD wird bei der Entwicklung des Förderantrags ihre Expertise und die ihrer Mitglieder einbringen.
bb



