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Allianz deutscher Designer (AGD) e. V.

Anschrift

Steinstraße 3, 38100 Braunschweig, Telefon: +49 (0)531.16757, Telefax: + 49 (0)531.16989, Internet: http://www.agd.de

vier|viertel

Designer spielen - warum spielen zufrieden macht, wie Spiele gestaltet werden und wie Sie in Machtspielen selbstbewusst mitmischen... Das agd|viertel gibt es im Abo oder als Probeexemplar im AGD Shop.

AGD sehen, hören, fühlen

Sreenshot AGD Imagefilm

Die gelungene Diplomarbeit von Wolfgang Amboss und Patrick Weiser (FH Mainz) macht die AGD für (fast) alle Sinne erlebbar. Danke sehr und viel Spaß beim Ansehen!

Allianz der 3.000

Personen in einem Raum

Die AGD hat mehr als 3.000 Mitglieder aus 34 Design-Disziplinen. Ein reicher Fundus für Auftraggeber.

 
Plakat "Design für Alle" vor dem Veranstaltungsort in Essen (Foto © Peter Paul Hennicke) 



DESIGNTAG NRW 12. Oktober 2007 in Essen, Motto „Design für Alle“

Möglichst Vieles für Alle

„Kreativität gewinnt als Wirtschaftsfaktor in unserem rohstoffarmen Umfeld zunehmend an Bedeutung und Designer sind die Anwälte für die Durchsetzung der Marktgesetze.“ So begrüßte Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW die rund 400 Zuhörer, die zum DESIGNTAG NRW  zum Thema „Design für Alle“ nach Essen gekommen waren. Mit 8.800 Designbüros liegt NRW weit über dem Bundesdurchschnitt und kann in den letzten Jahren auf einen Zuwachs von 120% verweisen.

Was eigentlich „Design für Alle“ sei, erklärte Dr. Peter Neumann, Vorsitzender des Europäischen Instituts Design für Alle in Deutschland e.V. (EDAD): „Design für Alle“ müsse sicher, funktional, gesund, leicht verständlich und ästhetisch sein. Dr. Neumann mahnte ein demografisches Denken und Handeln und Aufgeschlossenheit für die menschliche Vielfalt an. Wichtig sei es, umfangreiche Analysen des Bedarfs zu erstellen. Für die Europäische Union ist „Design für Alle“ längst ein Muss – zumindest auf dem Papier. Dr. Neumann verwies auf das Europäische Konzept für Zugänglichkeit (ECA) und die EU Richtlinien für öffentliches Beschaffungswesen, die noch in deutsches Recht umzusetzen sind.

Thomas Bade vom universal design e.V. führt ein zweites Konzept ein: „universal design“. „Universal design” sei Design von Produkten, Umfeldern, Programmen und Dienstleistungen, das von allen Menschen weitmöglichst genutzt werden kann. „Universal design“ sei als Auftrag der Vereinten Nationen zu verstehen und solle allen Menschen eine selbstbewusste Lebensführung ermöglichen. Es sei eine interkulturelle und globale Herausforderung für Designer.

Hochkarätige Referenten begeisterten die Teilnehmer des Kongresses mit ihren Vorträgen. Freizeitfahrzeuge für die Generation 50 plus präsentierte  Prof. Johann Tomforde (Smart-Schöpfer und Trendforscher). Wohnen als Prozess stellte Eckhard Feddersen (feddersenarchitekten) dar und forderte, sinnvolle und sinnliche Räume nach dem Unauffälligkeitsprinzip zu schaffen. Karsten Henze (Marketingleiter Deutsche Bahn AG), präsentierte den Internetauftritt der Deutschen Bahn ohne Barrieren. Mathias Knigge, grauwert Hamburg, warf die Frage auf: „Warum gibt es Extra-Produkte für Senioren?“ Denn Senioren möchten keine Produkte kaufen, die als solche deklariert sind. Vielmehr sollten Designer deren Wünsche und Bedürfnisse bei ihrer Gestaltung berücksichtigen. Dem schloss sich Prof. Klaus Hesse, Hesse Design GmbH, an: Unsere Zukunft werde von der dynamischen Fähigkeit bestimmt werden, Ziele statt Zielgruppen zu formulieren. Alte mögen keine Markenprodukte für Alte. Wenn es gelänge, den Dingen über ihren Nutzen hinaus einen Sinn zu geben, dann wären die Produkte für Ältere auch für Junge komfortabel. So bewirke man, so Hesse, mehr Lebensqualität, Selbstbewusstsein und eigenes Selbstwertgefühl. Eben Design für Alle.

Peter Paul Hennicke / bb

Designtag NRW 2007: Blick in den gut gefüllten Saal (Foto © Peter Paul Hennicke)