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Allianz deutscher Designer (AGD) e. V.

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Designer spielen - warum spielen zufrieden macht, wie Spiele gestaltet werden und wie Sie in Machtspielen selbstbewusst mitmischen... Das agd|viertel gibt es im Abo oder als Probeexemplar im AGD Shop.

Red dot award für Johannes Loer

"Die Liga der wahrhaft außergewöhnlichen Gentlemen" – Kurt Weidemann inspiriert posthum. [mehr...]

Neue Vergünstigung für AGD Mitglieder

AGD Mitglieder erhalten im Softwarehaus BtB Sonderkonditionen, ebenso bei Veranstaltungen des VDM Nord und Seminaren der AEP. [mehr für Mitglieder]

 

Media Mundo – 1. Kongress für nachhaltige Medienproduktion vom 7. bis 8. Mai 2009 in Berlin

Bessere Medien

Die Mitglieder des Forums Corporate Publishing, das sind etwa 100 Agenturen, zeichnen pro Jahr für Firmenzeitschriften mit einer Auflage von etwa 990 Millionen Exemplare verantwortlich. „Das Thema Nachhaltigkeit behandeln wir jedoch bisher nur marginal“, berichtete Michael Höflich, Geschäftsführer des Forums Corporate Publishing Anfang Mai in Berlin. Um – auch – dies zu verändern, informierten sich 130 Teilnehmer auf dem 1. Kongress für nachhaltige Medienproduktion, der vom Fachverband Medienproduktioner (f:mp.) veranstaltet wurde, über Papiere, Klimaneutrale Druckprodukte, Herstellungsprozesse und regenerative Energien. Die Diskussionen drehten sich um die Frage, was Medienproduktioner, Designer, Drucker, Auftraggeber, Papiergroßhändler, Maschinenhersteller und Verbände tun können, um die Welt von heute für die Generationen von morgen und übermorgen zu erhalten.

Die Verantwortung, die jeder Entscheider und Berater beim Druckprozess hat, machte Sönke Nissen von der Initiative Pro Recyclingpapier deutlich: Die Zeitschrift „EcoWorld“ wird mit einer Auflage von 30000 Exemplaren und einem Umfang von 320 Seiten im Format DIN A4 produziert – für jede Ausgabe werden 18 Tonnen Papier bedruckt. „EcoWorld“ wird auf Recyclingpapier hergestellt: Im Vergleich zum Einsatz von Frischfaserpapier entlastet das Bedrucken von hochwertigem Altpapier die Umwelt pro Ausgabe um rund 175000 Liter Wasser. Sönke Nissen konnte zweierlei eindrücklich belegen: Wer Recyclingpapier verwendet hilft maßgeblich Wasser und Energie zu sparen und den CO2-Ausstoss zu verringern. Und: Recyclingpapier hat in Bezug auf Haptik, Farbe und Verarbeitung eine sehr hohe Qualität erreicht, so dass für fast jeden Druckauftrag und Verwendungszweck Recyclingpapiere eingesetzt werden können.

Eine besondere Qualität erreichte Media Mundo durch die vielen fundierten Nachfragen und Diskussionen nach den Vorträgen sowie die sofortige Suche nach Lösungen. Der Vertreter des Forest Stewardship Councils wurde mit der Frage konfrontiert, warum die Freigabe einer Drucksache mit FSC-Siegel teilweise Wochen dauere. In der Folge kam es zu Gesprächen zwischen der Fragestellerin, dem FSC und einem der Zertifizierungs-Institute. An die Initiative Pro Recyclingpapier richtete sich die Bitte, verstärkt mit Druckmaschinenherstellern zu kooperieren und gemeinsam Empfehlungen für den Einsatz von Altpapier zu erarbeiten. Der Hintergrund: In der Praxis verweigern sich noch immer Druckereien dem Recyclingpapier mit dem Argument, dass ihre Maschinen „das nicht können“. Rüdiger Maaß, Initiator des Kongresses und Geschäftsführer des f:mp., brachte sofort die Papier-Initiative mit den drei im Saal befindlichen Druckmaschinenherstellern zusammen.

Rüdiger Maaß und der f:mp. haben mit Media Mundo ein Zeichen gesetzt: Über ökologische Drucksachen muss nicht nur geredet werden, sie müssen hergestellt werden. Entsprechend hieß das Kongressmotto: „Die Welt braucht nicht mehr Medien, sie braucht bessere.“

bb

Mehr unter www.mediamundo.biz