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Allianz deutscher Designer (AGD) e. V.

Anschrift

Steinstraße 3, 38100 Braunschweig, Telefon: +49 (0)531.16757, Telefax: + 49 (0)531.16989, Internet: http://www.agd.de

AGD Pressesprecher

Boris Buchholz
Belziger Straße 25
10823 Berlin
Tel.: 030. 84 41 91 80
Fax: 030. 84 41 91 83
mobil: 0179. 699 27 53

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Pressemitteilung vom 16. Juni 2009

Allianz deutscher Designer fordert die Reform des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland

  • Urheberrecht: Automatischen Schutz für Designleistungen etablieren
  • Umsatzsteuerrecht: Generell und ohne Einzelfallprüfung ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent für Designleistungen verankern

Dass die Kultur- und Kreativwirtschaft eine Wirtschaftsbranche ist, die in den letzten Jahren rasant an Bedeutung gewonnen hat und heute sogar mehr Wirtschaftsleistung aufweist als die Chemische Industrie und die Energiewirtschaft, hat der Forschungsbericht "Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland", den das Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien in Auftrag gegeben haben, eindrücklich belegt. Die Autoren der Studie stellen fest: Die Designwirtschaft ist mit herausragenden Wachstumszahlen das Zugpferd der Branche.

Die Allianz deutscher Designer hat sich kritisch mit den Ergebnissen und Empfehlungen der Studie auseinandergesetzt. Die fünfseitige Stellungnahme der AGD finden Sie unter www.agd.de/669.html.


Zusammenfassung:

Für die Zukunft sehen wir – neben der Realisierung vieler Empfehlungen der Studie – weiteren Handlungsbedarf: Um das Wachstum der Designwirtschaft weiterhin zu ermöglichen, muss im Urheberrecht der generelle und automatische Schutz von Designleistungen verankert werden. Auch das Umsatzsteuerrecht ist reformbedürftig. Eine klare Regelung, die den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent für Designleistungen und die an ihnen vergebenen Nutzungsrechte ohne Einzelfallprüfung festschreibt, ist überfällig.

Kritik übt die Allianz deutscher Designer am "Designpreis der Bundesrepublik Deutschland" und fordert eine weitgehende Reform. Begründung: Durch die hohen Kosten, die mit einer Teilnahme verbunden sind, werden Klein- und Kleinstunternehmen sowie Freiberufler weitgehend vom „Designpreis der Bundesrepublik Deutschland“ ausgeschlossen. Auch der Begriff der „Nominierung“ ist irreführend, da die „Nominierung“ einzig auf der erfolgreichen Teilnahme an einem anderen der -- größtenteils kommerziell konzipierten -- Designwettbewerbe beruht. Eine eigenständige qualitative Bewertung der Arbeiten erfolgt in der "Nominierungs"-Phase nicht.

Viele Empfehlungen wie die vertiefende Forschung, die Etablierung eines Branchenmonitorings und die Schaffung einer übergreifenden Branchenplattform unterstützt die AGD. Auch die Empfehlung, Kleinstkredite einfacher für Freiberufler und Kleinstunternehmen zur Verfügung zu stellen, begrüßen wir.

Die Allianz deutscher Designer ist mit über 3200 Mitgliedern Europas größter Design-Berufsverband. Seit 1976 berät die Allianz deutscher Designer ihre Mitglieder in der berufswirtschaftlichen Praxis und setzt sich für verbesserte Arbeitsbedingungen für selbständige und freiberufliche Designer ein.

Für Rückfragen und vertiefende Gespräche stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Freundliche Grüße sendet

Boris Buchholz
AGD Pressesprecher

 

[zur ausführlichen Stellungnahme der AGD]
[die fünseitige Stellungnahme der AGD als PDF-Dokument]