Für Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit
Erfolgsfaktor Designmanagement – Vorsprung gestalten
"Design-bewusste Unternehmen sind für ihre Kunden sichtbarer, zugänglicher, vertrauenswürdiger – das belegen zahlreiche Studien." So Wirtschaftsminister Ralf Christoffers am 20. April bei der Veranstaltung „Erfolgsfaktor Designmanagement – Vorsprung gestalten“ in Potsdam. Die vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Potsdam und der ZukunftsAgentur Brandenburg ausgerichtete Veranstaltung bildete den Abschluss einer Reihe, die im Herbst vorigen Jahres gestartet worden war. „Wir wollen Unternehmen anregen, dem Thema Design einen höheren Stellenwert einzuräumen - von der Produktgestaltung bis zum Kommunikationsdesign. Das bringt die Unternehmen und damit den Wirtschaftsstandort Brandenburg insgesamt voran“, sagte Christoffers. Diesem Ziel dient auch der „Designpreis Brandenburg“, den das Land alle zwei Jahre für herausragend gestaltete Produkte, Dienstleistungen und Unternehmensstrategien verleiht. Minister Christoffers appellierte an die Unternehmen, sich rege am Wettbewerb um den Designpreis 2010 zu beteiligen, der in Kürze an den Start gehen wird.
Der Minister selbst hatte am Tag der Veranstaltung und "in diesem Gebäude ein bis zwei Millionen für die Kreativwirtschaft zugesagt". Seiner Auffassung nach sollte Designmanagement frühzeitig in Unternehmensprozesse eingebunden werden und zwar – entgegen verbreiteter Vorurteile – nicht nur bei hochpreisigen Produkten.
Untenehmen können Designberatung fördern lassen
Um kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, bietet die Investitionsbank des Landes Brandenburg Innovationsgutscheine an. Sie können auch für Designberatung genutzt werden, z.B. wenn Design als Grundlage für innovative Produkte oder Dienstleistungen dienen soll. Die Förderungssummen betragen 1.500 Euro für eine Einstiegsberatung oder 7.000 Euro für "umsetzungsorientierte Ansätze".
Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website der ILB
und in folgenden PDFs zum Download
- Kurzinformation
Stand: 02/2010 - Richtlinie
Stand: 01/2010 - Antragsformular
Stand: 02/2010 - Merkblatt
(Stand: 01/2010 - Anlage: Einordnung in Branchenkompetenzfelder
Stand: 01/2010 - "De-minimis"-Beihilfe - Anlage zum Antrag
Erklärung über bereits erhaltene "De-Minimis"-Beihilfen,
inkl. Ergänzung "Kleinbeihilfen"
aktualisiert; Stand:05/2009
Beweise aus der Praxis
Nach einer kurzen filmischen Impression zum Designtag Brandenburg erwartete die Anwesenden eine Reihe von Vorträgen aus der Design-Praxis in Brandenburg. Es sprachen:
- Ulrich Misgeld, Vorstand Semperlux AG und Vorsitzender der Landesstelle Berlin-Brandenburg des ZVEI zum Thema "Design im Anwendungsfeld intelligenter Beleuchtungssysteme"
- Reinhard Bartz, Leiter Schulungszentrum Franke Aquarotter AG Ludwigsfelde zum Thema "Sanitäre Systemlösungen für Profis – ... designed in Ludwigsfelde"
- Prof. Walter Hardt, Fachbereich Design der Fachhochschule Potsdam (FHP) zum Thema "Formgebung und Gestaltung am Beispiel Handwerk"
Die beiden ersten Vorträge machten besonders deutlich, wie Untenehmen das Potenzial für den langfristigen Erfolg ihrer Unternehmen ausschöpfen können. Der Vortrag von Prof. Hardt belegte mit eindrucksvollen Zahlen zukünftiges Potenzial, das Hardt auch und vor allem in der Synergie von Design und Handwerk sieht: 20 staatliche Hochschulen und 40 Fachhochschulen in Deutschland bilden Designer aus, dazu kommen zahlreiche private Schulen. Dem gegenüber stehen allein in Berlin und Brandenburg 232.000 Handwerker in 50.000 Betrieben ¬ von denen Hardt eine hohe Zahl für "designaffin" hält und das mit verschiedenen Beispielen belegt.
"Innovation durch Design ist für das Handwerk eine Chance zum Wachstum."
cs





