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Nachhaltiges Design

Design-Thinking: Wo fängt nachhaltiges Design an?

© Christhard Landgraf

Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen sind bei der Entwicklung eines Designs und innerhalb des Design-Prozesses unabdingbar. Dabei verstehe ich Design als Plan, Entwurf, Muster, Vorhaben oder Absicht und nicht als visuelle oder materielle Umsetzung dessen.

Der Anfang für nachhaltiges Design liegt bei der Geburt oder ersten Idee des Artefaktes (Produkt oder Dienstleistung) und endet mit dem Tod respektive Wiedergeburt. Das heißt, die grundlegenden Weichen für Nachhaltigkeit werden durch das Design – den Plan, das Muster oder die Absicht – gestellt. Dabei muss der Gestalter für alle Lebenszyklen des Artefaktes Verantwortung übernehmen.

Wie kann man das erreichen? Natürlich nicht allein, sondern im nur im Zusammenwirken aller Beteiligten. Für diese gemeinsame Handeln – unter Einsatz von Kreativität, Wissen, Gewissen, Planung und Präzision – eignet sich die Methode des „Design Thinking“.

Die Grundidee dieser Entwurfsmethode ist, dass Fachleute unterschiedlichster Bereiche gemeinsam als Team eine Aufgabe erfüllen, ein Ziel verfolgen und dabei verschiedene Schritten iterativ durchlaufen:

  1. Verstehen
  2. Beobachten
  3. Definieren
  4. Erfinden/Visualisieren
  5. Prototyp entwickeln und
  6. Testen.

Der Aufbau der Methode "Design Thinking" ist stark vom Prozess des kreativen Gestaltens abgeleitet. Sie ist zwar für die Entwicklung von großen innovativen Projekten konzipiert, lässt sich aber auch als Methode für selbstständige Gestalter anwenden. Für kleine Projekte und in KMUs werden die Akteure des Teams aus den eigenen Reihen bestimmt: Unternehmensführung, Marketing-/Verkaufsleiter, Produktionsleiter, Gestalter, Texter, Fotograf und Nutzer. Innerhalb der einzelnen Schritte kommen verschiedene Kreativ-Techniken zum Einsatz: Jeder hat seine Kompetenz, jeder wird gehört und jede Meinung geachtet.

Christhard Otto Landgraf

  • Literatur: Hasso Plattner, Christoph Meinel, Ulrich Weinberg „Design Thinking“, © 2009 by mi-Wirtschaftsbuch, FinanzBuch Verlag GmbH, München