Ein Tag im Verlag Hermann Schmidt Mainz
AGD goes Schmidt
»...Vielleicht wollen Sie aber auch nicht allein, sondern in Gesellschaft einer Gruppe von Designern kommen... « las ich auf Seite 207 im aktuellen Gesamtverzeichnis des Verlag Hermann Schmidt Mainz. Die Münchner Regionalsprecherin Claudia Starkloff war sofort begeistert von der Idee und so begeben sich 18 Münchner DesignerInnen am 5. Juni in früher Morgenstunde auf den Weg nach Mainz - um bei den Machern von ausgezeichneten Fachbüchern für Typografie, Grafikdesign und Kreativität hinter die Kulissen zu schauen.
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Vor Ort fließen Isar und Rhein/Main imaginär zusammen, denn wir erhalten kreative Verstärkung von 13 AGD DesignerInnen aus der Region.
Bei Schmidt sind Bücher Individuen
Karin Schmidt-Friderichs, die im Verlag für Marketing und PR verantwortlich ist, gewährt uns Einblick in die Verlagsphilosophie. Sie lässt uns teilhaben an Verlagshistorie und verlegerischer Gegenwart – vom Generationenwechsel über die Neupositionierung bis hin zur Marke Schmidt. Wir tauchen ein in detailreiche, spannende Buchgeschichten - erfahren faszinierende Details übers Machen und Vermarkten von Büchern aus dem Hause Schmidt. Wir lernen Standbein- und Spielbeintitel kennen und sind beeindruckt davon, dass ein so kleiner Verlag (10 MitarbeiterInnen) so Großes schaffen kann.
Fehler dürfen passieren – aber jeder nur ein Mal
Den technischen Part und die Realisation des Unmöglichen verantwortet Bertram Schmidt-Friderichs –stellvertretend für seine 45 MitarbeiterInnen in der Universitätsdruckerei - durch die er uns mit großer Begeisterung führt. Die gute alte Heidelberger steht bereits in einer Halle, die als kleines Verlagsmuseum geplant ist – während nebenan die Druckmaschinen auf Hochtouren fürs Tagesgeschäft laufen. Denn während der Schmidt Verlag etwa 25 individuell konzipierte Titel pro Jahr herausbringt, produziert die hauseigene Druckerei im vollkommen energiesanierten Gebäude ganzjährig unterschiedlichste Drucksachen.
Hier schließt sich der Bücherkreis
Zum Abschluss statten wir dem Gutenberg-Museum einen Besuch ab - idyllisch gelegen in der schönen Mainzer Altstadt. Wir werden herzlich empfangen von Museumsdirektorin Frau Dr. Eva-Maria Hanebutt-Benz, die uns persönlich einen Einblick in die Entstehung der Schrift und des Druckens vermittelt. Hier könnte man einen ganzen Tag verbringen, doch unser Bus wartet zur Rückfahrt nach München.
Am Ende eines langen Tages sind wir uns einig: Die Reise hat sich gelohnt. Neben jeder Menge Wissenswertem, spannenden Einblicken und Eindrücken sowie herzlicher Betreuung haben uns Karin und Bertram Schmidt-Friderichs eines mit auf den Weg gegeben: eine große Portion Enthusiasmus. »Geht nicht – gibt’s nicht« - das werden wir von nun an öfter denken.
smt













