Tipps für Designer - Geld und Honorarverhandlungen
Designer gestalten gern. Das zumeist aus Leidenschaft. Designer gestalten im Auftrag für Ihre Kunden. Dass Ihre Leistung vergütet wird liegt in der Natur der Sache. Doch viele tun sich schwer mit einer angemessenen Honorarangabe. Die AGD leistet in diesem Bereich Pionierarbeit mit Ihrer Publikation „VTV - Vergütungstarifvertrag Design“. Das aktuelle Nachschlagewerk vermittelt detaillierte Angaben über Kostenkalkulationen bei Gestaltungsdienstleistungen. Eine kleine Anschaffung, die sich schnell rentiert im Designalltag.
Das kaufmännische Denken und Handeln ist für viele Künstler befremdlich. Doch es ist unverzichtbar und dient der Existenzsicherung. Viele Kollegen haben Schwierigkeiten bei einer effizienten Preisverhandlung. Heraus kommen meist unterbezahlte Jobs, miese Vergütung und Verärgerung auf der Seite der Designer und der Kunden. Das ist nicht gut.
Typo-Sprecher Clemens Schedler nahm sich des Themas an. Für seinen Vortrag „Brot und Spielchen“ auf der diesjährigen Typo-Konferenz in Berlin befragte er rund 185 Designkollegen und Freunde. Seine Fragen lauteten:
- Was sind für Dich die drei schwerwiegendsten Verhaltensfehler im Zusammenhang mit Geld und Honorar?
- Was sind für Dich die drei wichtigsten Tips an Freunde und Kollegen im Zusammenhang mit Geld und Honorar?
Geantwortet haben ihm rund 50 der angefragten 185 Designer. Das sind stolze 27% aktive Gestalter der sonst so trägen Masse. Toll! Heraus gekommen ist eine einzigartige Sammlung an Tipps und Ratschlägen zum Thema Geld und Honorarverhandlungen. Schedler stellt sie allen Interessierten zum kostenlosen Download bereit.
Er sagt: „Aus einer unsinnigen Befindlichkeit und Tradition heraus inszenieren wir in unserem ›Wirtschaftsleben‹ einen täglichen ›Überlebenskampf‹, gegeneinander! Wir lassen uns abwerten und demütigen, siegen und verlieren, rechtfertigen uns brav (!) mit immer dünneren Argumenten und sparen uns gegenseitig den Glanz des Lebens vom Mund ab. Diesen Konkurrenzkampf betreiben wir schon so lange, dass wir uns daran gewöhnt haben. Er erscheint uns allen so selbstverständlich, dass wir daran völlig zu erblinden drohen.
Die Globalisierung von erstarrtem, lebensfeindlichen Denken und Fühlen ist bereits unfassbar weit fortgeschritten. Wenn ich heute einfach den nächsten Menschen neben mir frage: ›Was begeistert dich am meisten im Leben?‹, dann ernte ich meistens ein leicht brüskiertes Erstaunen – ›Darüber muss ich selber erst mal nachdenken.‹ Ich finde, das ist eine der naheliegendsten und banalsten Fragen ...
Es gibt für mich keinen Anlass mehr, so-genannte ›Berufsgeheimnisse‹ zu wahren. Warum soll (m)ein mühsam erworbenes Wissen nicht für viele oder vielleicht sogar für alle Nutzen, Freude oder Erleichterung bringen?«“
Ja, warum eigentlich? Das Kompendium der Antworten und Ratschläge zum Thema „Geld und Honorarverhandlungen“ können Sie hier gratis downloaden.
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